Gemeinsames Üben zahlt sich aus, auch wenn es diesmal "nur" die Bergung eines Kanus betraf, dass sich in der Steyr in der Nähe der Rinnenden Mauer in einem Baum verhängt hatte.
Die Teilnehmer*innen eines Ausfluges des Tiroler Canoe und Kayak Clubs hatten gestern gegen 15:30 die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem ein Kanu in der Strömung gegen einen Baum im Wasser getrieben wurde und sie es selbst nicht mehr lösen konnten. 3 Mitglieder der Bergrettung und der Wasserrettung, die regelmäßig in einer Canyoning-Einsatzgruppe gemeinsam trainieren, konnten mittels Flaschenzug das Problem beheben. Hindernisse in Strömungen können rasch zu einer gefährlichen Situation führen, besonders bei Bäumen ist die Gefahr groß, dass man sich in den Ästen verhängt und nicht mehr loskommt. Der Anpressdruck bei bereits mittleren Strömungsgeschwindigkeiten drückt das Opfer unter Wasser - eine lebensgefährliche Situation, aus der man sich auch mit fremder Hilfe nur mehr sehr schwer befreien kann. Während ihrer Ausbildung, wird Wildwasserretter*innen beigebracht, sich solchen Stellen nur gegen die Strömung zu nähern.
Gestern ist alles gut gegangen, Einsatzkräfte, die Teilnehmer*innen des Ausfluges und auch das Kanu sind wohlauf und die letzteren wieder glücklich vereint.
Bericht und Foto © Wasserrettung Oberösterreich