FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR
FOTOKERSCHI / MICHAEL SÖLLNER
Bad Zell am 20.09.2026 – Drei Tage lang stand die Marktgemeinde Bad Zell ganz im Zeichen der oberösterreichischen Volkskultur und verwandelte sich in einen Treffpunkt für Musik, Tanz, Tracht, Mundart, Handwerk und gelebte Bräuche.
Von 18. bis 20. September 2026 wurde die Marktgemeinde Bad Zell unter dem Motto „Fest.Zaumhaltn“ zur großen Bühne für die Volkskultur in Oberösterreich. Gäste aus Oberösterreich und darüber hinaus nutzten das Wochenende, um die beeindruckende Vielfalt der Volkskultur zu erleben. Laut den Veranstaltern kamen rund 12.000 Besucherinnen und Besucher an den drei Festtagen nach Bad Zell.
Alle Fotos zum Fest der Volkskultur: FOTOGALERIE
Das Ortszentrum von Bad Zell wurde zur Begegnungszone für Generationen, Regionen und unterschiedlichste Bereiche der Volkskultur. Vereine, Verbände, Musik- und Tanzgruppen präsentierten ihre Arbeit auf mehreren Bühnen, in Ausstellungen und Werkstätten sowie bei zahlreichen Mitmachangeboten.
Das Programm spannte einen weiten Bogen zwischen gelebten Bräuchen, Musik, Handwerk, Mundart, Tanz und Kulinarik. Diese wurden bewusst mit zeitgemäßen Formaten und jungen Ideen kombiniert. Präsentationen historischer Handwerkstechniken waren ebenso Teil der Veranstaltung wie regionale Volksmusik, offene Werkstätten und verschiedene Bühnenformate. Traditionelle Kultur wurde so mit kreativen Projekten und jungen Initiativen verbunden.
Volkskultur in ihrer ganzen Vielfalt
Zahlreiche Programmpunkte luden zum Mitmachen ein und boten sowohl Kindern als auch Erwachsenen die Möglichkeit, Tradition zu erleben und aktiv weiterzugeben.
Eine Besonderheit des Festes war die räumliche Dimension: Erstmals wurden gleichzeitig auf mehreren Bühnen und Veranstaltungsflächen – vom Marktplatz über die Pfarrkirche bis zur Arena – Programmpunkte geboten. Schon zum Auftakt am Freitagabend wurde das Motto „Fest.Zaumhaltn“ mit einer Menschenkette sichtbar gemacht – als Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Auch Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer unterstrich bei seiner Festrede die Bedeutung dieses Miteinanders:
„Das Fest der Volkskultur in Bad Zell hat eindrucksvoll gezeigt, was ‚Fest.Zaumhaltn‘ bedeutet: gemeinsam feiern, Gemeinschaft leben und unsere Traditionen mit Begeisterung weitertragen. Jung und Alt sind an diesem Wochenende zusammengekommen und haben gezeigt, wie lebendig und vielfältig unsere Volkskultur ist. Mein großer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, Vereinen und Mitwirkenden, die dieses besondere Fest möglich gemacht haben. Dieses Miteinander zeichnet Oberösterreich aus.“
Kultur und Natur im Zusammenspiel
Ein weiterer programmatischer Schwerpunkt war die Verbindung von Natur und Kultur. Bad Zell ist eingebettet in die Naturlandschaft der Mühlviertler Alm, die in verschiedenen Angeboten thematisiert wurde. Einen besonderen Stellenwert nahm dabei das Element Wasser ein – sowohl örtlich mit Angeboten am Freizeitteich und rund um die Heilquelle „Hedwigsbründl“ als auch in der inhaltlichen Auseinandersetzung.
Nachhaltig und gemeinschaftlich organisiert
Großen Wert legten die Veranstalter auch auf Nachhaltigkeit. Das Fest wurde erstmals als Green Event umgesetzt. Sonderbusse aus Perg, Linz und Pregarten sowie ein kostenloser E-Bummelzug innerhalb des Veranstaltungsareals ermöglichten eine möglichst umweltfreundliche Mobilität. Auch für die Anreise mit dem Fahrrad wurden entsprechende Abstellmöglichkeiten geschaffen.
Positive Bilanz nach drei Festtagen
Das OÖ Forum Volkskultur und die Marktgemeinde Bad Zell ziehen eine positive Bilanz. Der große Zuspruch mit rund 12.000 Besucherinnen und Besuchern sowie das Engagement der Mitwirkenden unterstrichen die Bedeutung der Volkskultur und des Ehrenamts in Oberösterreich.
2028 zieht das Fest nach Gampern weiter
Der nächste Austragungsort des Festes der Volkskultur steht bereits fest: 2028 wird Gampern im Bezirk Vöcklabruck Gastgeber des Festes sein. Im Rahmen des Festaktes am Sonntag wurde der hölzerne Wanderschuh, das traditionelle Symbol für die Weitergabe des Festes, von Bad Zell an die nächste Gastgeber-Gemeinde Gamper übergeben.